Sicherheit rund um die Uhr: Wir helfen Ihnen bei Technischen Störungen

Allgemeine Bedingungen

Für den Betrieb einer Erzeugungsanlage finden Sie hier die Allgemeinen Bedingungen inetz, die geltenden Technischen Mindestanforderungen sowie Informationen zum Einspeisemanagement, der Managementprämie und der Systemstabilitätsverordnung.

  • Einspeisemanagement - ESM

    Gemäß des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) sind Netzbetreiber unbeschadet ihrer Pflicht zur Netzoptimierung ausnahmsweise dazu berechtigt, an ihr Netz unmittelbar und mittelbar angeschlossene EEG- und KWK-Anlagen, die mit einer technischen Einrichtung gem. EEG ausgestattet sind, zu regeln, soweit

    • andernfalls im jeweiligen Netzbereich einschließlich des vorgelagerten Netzes ein Netzengpass entstünde,
    • der Vorrang für Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas und Kraft-Wärmekopplung gewahrt wird, soweit nicht sonstige Anlagen zur Stromerzeugung am Netz bleiben müssen, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu gewährleisten, und
    • sie die verfügbaren Daten über die IST-Einspeisung in der jeweiligen Netzregion abgerufen haben.

    Ziel des Einspeisemanagements (ESM) ist die Sicherstellung der Versorgungssicherheit bei gleichzeitig größtmöglicher Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen unter Berücksichtigung der betriebs- und volkswirtschaftlich geringsten Kosten.

    Dokumente zum Download:

  • Marktstammdatenregister (MaStR)

    Am 1. Juli 2017 trat die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) in Kraft.

    Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) soll ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut werden, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann. Für viele energiewirtschaftliche Prozesse stellt der Rückgriff auf die Stammdaten des Marktstammdatenregisters eine deutliche Steigerung der Datenqualität und eine Vereinfachung dar. Viele behördliche Meldepflichten können zukünftig durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden. Unter folgendem Link können Sie das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur aufrufen: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR.

    Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV):

  • Anlagenregisterverordnung (AnlRegV)

    Die Anlagenregisterverordnung verpflichtet alle Betreiber von Neuanlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien, diese bei der Bundesnetzagentur zu registrieren. Durch das Anlagenregister soll in erster Linie die Einhaltung der Ausbaukorridore sichergestellt werden. Nur wenn die genaue Anzahl der bereits in Betrieb genommenen und genehmigten Neuanlagen bekannt ist, kann die Einhaltung des jeweiligen Korridors überprüft und im Fall der Über- oder Unterschreitung die Förderhöhe angepasst werden. Anlagen, die nach dem 31. Juli 2014 in Betrieb genommen werden, sind innerhalb von drei Wochen ab Inbetriebnahme zu registrieren. Gleiches gilt für Genehmigungen, die nach dem 31. Juli 2014 ergehen.

    Bestandsanlagen müssen in Fällen von Anlagenänderungen einschließlich Anlagen-erweiterungen und Anlagenstilllegungen registriert werden (siehe Informationsblatt).

    Das Anlagenregister wird von der Bundesnetzagentur geführt. Ein entsprechendes Anlageformular kann auf der Homepage der Bundesnetzagentur heruntergeladen werden. Solaranlagen werden weiterhin über das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur erfasst.

    Dokumente zum Download:

  • Verpflichtende Fernsteuerbarkeit gemäß EEG

    Zur weiteren Systemintegration erneuerbarer Energien legt das EEG die verpflichtende Fernsteuerbarkeit von allen Anlagen in der Direktvermarktung fest. Diese gilt für alle Energieträger der Erneuerbaren Energien. Nach dem EEG müssen Anlagen über eine technische Einrichtung verfügen, mit der die Einspeiseleistung der Anlage reduziert werden kann. Zudem muss dem Direktvermarkter (oder einem Dritten) die Befugnis eingeräumt werden, jederzeit die Ist-Einspeisung abzurufen und die Einspeiseleistung für eine bedarfsgerechtere Einspeisung entsprechend zu reduzieren.

    • Bei Bestandsanlagen muss dies bis zum 1. April 2015 erfolgt sein, um die Marktprämie weiterhin in Anspruch zu nehmen.
    • Alle Neuanlagen, die ab dem 1. August 2014 in Betrieb genommen werden, müssen innerhalb der ersten zwei Monate nach Inbetriebnahme eine Fernsteuerbarkeit nachweisen.

    Für die Meldung an inetz stellen wir Ihnen ein entsprechendes Formular zur Verfügung. Aufgrund der existierenden Wechselfristen zwischen Direktvermarktung und fixer Einspeisevergütung sollten Bestandsanlagen, die keine verlässliche Fernsteuerbarkeit bis zum 1. April 2015 herstellen und nachweisen können, spätestens bis zum 28. Februar 2015 einen Wechsel in die Festvergütung anmelden, um einen Vergütungsstopp zu vermeiden. Mit der verpflichtenden Fernsteuerbarkeit von allen EE-Anlagen entfällt der bisherige Fernsteuerbonus. Der ehemalige Fernsteuerbonus ist nun in die Marktprämie integriert.

    Dokumente zum Download:

  • Informationen zu KWK-Anlagen

    Förderung zuschlagsberechtigter KWK-Anlagen

    Für die eingespeiste Strommenge sowie die nicht eingespeiste Nettostromerzeugung, soweit es sich um KWK-Strom handelt, vergütet der Netzbetreiber den KWK-Zuschlag gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 bzw. § 4 Abs. 3a KWK-Gesetz.
    Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung des Zuschlages ist die Zulassung als KWK-Anlage (BAFA-Zulassung) gemäß § 5 i. V. m. § 6 KWK-Gesetz bzw. die Zulassung für kleine KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW per Allgemeinverfügung gemäß § 6 Abs. 6 KWK-Gesetz durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

    Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen

    Wärme- und Kältenetzbetreiber haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWK-G gegenüber dem Netzbetreiber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages. Zur Zahlung des Zuschlages ist derjenige Netzbetreiber verpflichtet, an dessen Netz die KWK-Anlage mit der größten elektrischen Leistung angeschlossen ist, die in das Wärme- bzw. und Kältenetz einspeist. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Netzbetreiber an den Wärme- bzw. Kältenetzbetreiber ausgezahlt.

    Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern

    Betreiber von Wärme- und Kältespeichern haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWK-G gegenüber dem Netzbetreiber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags. Zur Zahlung des Zuschlages ist derjenige Netzbetreiber verpflichtet, an dessen Netz die KWK-Anlage mit der größten elektrischen Leistung angeschlossen ist, die in den Wärme- bzw. Kältespeicher einspeist. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Netzbetreiber an den Betreiber des Wärme- bzw. Kältespeichers ausgezahlt.

  • Systemstabilitätsverordnung

    Am 14. März 2015 ist die geänderte Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) in Kraft getreten. Diese regelt die Nachrüstung von Windenergieanlagen, Biomasse- und Biogasanlagen, KWK-Anlagen und Wasserkraftanlagen. Mit der geänderten SysStabV sollen sich die besagten Anlagen nicht mehr zeitgleich bei einer Frequenz von 49,5 Hz vom Netz trennen, sondern in einem gestuften Prozess.

    Alle Anlagenbetreiber von betroffenen Anlagen im Netzgebiet von inetz wurden Mitte 2015 über die genaue Verfahrensweise bei der Durchführung der neuen SysStabV informiert.

    Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: www.bdew.de

    Die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) vom 20. Juli 2012 regelt die Nachrüstung von Wechselrichtern und Entkupplungsschutzeinrichtungen für bestimmte Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). Die Nachrüstung ist erforderlich, um das systematische Abschalten bei 50,2 Hz zu vermeiden, da dies zu einer Netzdestabilisierung führen würde.
    Um den gesetzlichen Anforderungen aus § 52 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012 gerecht zu werden, sind von den Verteilnetzbetreibern die in ihrem Netzgebiet angefallenen Nachrüstkosten und die Anzahl der umgerüsteten Anlagen zu veröffentlichen.

    Das Dokument zum Download finden Sie unter Veröffentlichung § 52 EEG.