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Informationen zur EEG-Umlage

Informationen zur EEG-Umlage

Seit dem Inkrafttreten der Neuregelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 01.08.2014 müssen auch Eigenversorger gemäß § 61 EEG 2014 die EEG-Umlage zahlen.

Definitionen

Was ist Eigenversorgung?

„Eigenversorgung“ ist der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische

Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt.

Die Eigenversorgung unterliegt, ebenso wie der sonstige Verbrauch von Strom, der nicht von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefert wird, weiterhin grundsätzlich der vollen EEG-Umlage (§ 61 EEG 2021). Das EEG sieht unter gewissen Voraussetzungen Ausnahmen zur Zahlung der vollen EEG-Umlage vor.

Was ist eine Stromerzeugungsanlage?

Eine „Stromerzeugungsanlage“ ist jede technische Einrichtung, die unabhängig vom
eingesetzten Energieträger direkt Strom erzeugt, wobei im Fall von Solaranlagen
jedes Modul eine eigenständige Stromerzeugungsanlage ist.

Auch Speicher sind Stromerzeugungsanlagen im Sinne des EEG.

Was ist eine hocheffiziente KWK-Anlage?

Eine „hocheffiziente KWK-Anlage“ ist eine KWK-Anlage, die den Vorgaben der Richtlinie

2012/27/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 zur Energieeffizienz, zur Änderung der Richtlinien 2009/125/EG und 2010/30/EU und zur Aufhebung der Richtlinien 2004/8/EG und 2006/32/EG (ABl. L 315 vom 14.11.2012, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie (EU) 2019/944 (ABl. L 158 vom 14.6.2019,S. 125) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung entspricht.

Ab 1. Januar 2021 sind einige relevante Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) zur EEG-Umlage auf Eigenversorgung in Kraft getreten:

Für die Eigenversorgung aus EEG-Anlagen bis 30 kW für 30 MWh/a reduziert sich die EEG-Umlage auf null. Die neue Umlageprivilegierung gilt für alle EEG-Neu- und Bestandsanlagen, auch für ausgeförderte Anlagen.

Für die Eigenversorgung aus hocheffizienten KWK-Neuanlagen bis 1 und über 10 MW und solche, die von einem Unternehmen der Liste 1 Anlage 4 EEG 2021 betrieben werden (dann unabhängig von der Leistungsgröße) bleibt es bei 40 % EEG-Umlage auf sämtliche Eigenversorgungs-Strommengen.

Bei der Eigenversorgung aus hocheffizienten KWK-Anlagen mit Aufnahme der Eigenversorgung ab dem 1. August 2014 hat das EEG 2021 erneut für ab 1. Januar 2021 verbrauchte Strommengen den „Clawback-Mechanismus“ im Segment über 1 und bis 10 MW eingeführt (gestaffelte Übergangsregelung).

§ 61c und d EEG 2021 treten rückwirkend zum 1. Januar 2019 in Kraft. Die Neuregelung betrifft, wie auch § 61 c EEG 2017, lediglich hocheffiziente KWK-Anlagen, die die Eigenversorgung ab dem 1. August 2014 aufgenommen haben („Neuanlagen“ im EEG-umlagerechtlichen Sinne).

§ 61 a EEG 2021 enthält weiterhin die Regelungen zum Entfallen der EEG-Umlage.

Die unverzügliche Meldepflicht von Basisdaten vom Eigenversorger/Letztverbraucher gegenüber dem Netzbetreiber bleibt weiterhin bestehen.

Das gilt insbesondere, soweit sich seit der letzten Meldung relevante Änderungen ergeben haben. Die Meldung muss gegenüber uns als Ihrem Netzbetreiber erfolgen, wenn Sie den Strom aus Ihrer Anlage ausschließlich selbst verbrauchen und darüber hinaus etwaigen Überschussstrom an uns liefern oder ein Direktvermarktungsunternehmen eingeschaltet haben. Nutzen Sie dazu bitte die zur Verfügung stehenden Formulare auf unserer Homepage. Wenn Sie Strom direkt an einen anderen Letztverbraucher liefern, muss die Meldung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber (Name, Anschrift) abgegeben werden. Wir bitten um eine Kopie der Meldung.

http://www.50hertz.com/de/EEG/EEG-Abwicklung/Anmeldung-zur-EEG-Umlage

Die Jahresmeldung der für die Abrechnung der EEG-Umlage erforderlichen Angaben, insbesondere die Mitteilung der EEG-umlagepflichtigen Strommengen, muss wie bislang bis zum 28. Februar des Folgejahres erfolgen.

Soweit der Übertragungsnetzbetreiber für die Erhebung der EEG-Umlage zuständig ist, z. B. wenn Sie einen anderen Letztverbraucher aus Ihrer Anlage direkt beliefern, müssen diese Meldungen an den Übertragungsnetzbetreiber bis zum 31. Mai des Folgejahres erfolgen. 

Bei Nichteinhaltung von Mitteilungspflichten sind gesetzliche Sanktionen die Folge.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Bundesnetzagentur - Datenerhebung EEG

Nachlesen können Sie den genauen Wortlaut der Neuregelungen des EEG 2021 unter:
https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/BJNR106610014.html

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